Schulchronik von Agethorst 1948 - 1953

Das Kapitel wurde  verfasst  von dem  Lehrer Johannes Kirchmann.

Sommerhalbjahr 1953
 
"Am 14. April begann das neue Schuljahr. Neu eingeschult wurden: Hans Dieter Holmer, Claus Eggert Hebbein, Horst Buthmann und Anne- Catrin Hauschild. 
 
Die Schülerzahl beträgt 34. 
Aufgegliedert ergibt sich folgendes Bild: 
Einheimische:11 Knaben, 9 Mädchen, Summe 20 Flüchtlinge : 8 Knaben, 6 Mädchen, Summe  14 
Summe 19 Knaben,15 Mädchen, Summe  34.   Zum ersten Mal nach Beendigung des Krieges überwiegt die Zahl der einheimischen Kinder.
 
Am 15. u. 16. Mai feierte die Schule wie üblich mit Spiel und Tanz ihr Kinderfest. 
 
Am 16. Juni fand der Ausflug statt. Derselbe führte über Segeberg, Lübeck, Ratzeburg, MölIn, Lauenburg, Sachsenwald und über Hamburg zurück.
 
Das diesjährige Sportfest in Wacken mußte der Kinderlähmung wegen abgesagt werden. Die Jugendspiele wurden im Rahmen einer Turnstunde durchgeführt. Der geplante Umbau wurde nicht durchgeführt, da die Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden konnten.
 
Am 1. Oktober schloß das Sommerhalbjahr, der Schulbesuch war sehr regelmäßig.

Der 17. Juni 1953 in Berlin

Winterhalbjahr 1953/54.
 
Die Schülerzahl war Im Winterhalbjahr dieselbe. 
 
Die Weihnachtsfeier wurde im ortsüblichen Rahmen gefeiert. 
 
Im Frühjahr tauchte der Plan auf, daß die Schulen Agethorst und Nienbüttel zusammengelegt und zwischen den Dörfern ein neues Schulhaus errichtet werden sollte. Im März fand In der hiesigen Schule eine Gemeindeversammlung, an der auch Herr Schulrat Thöl teilnahm, statt. Die Stimmung des Dorfes steht dem Plan ablehnend gegenüber. Maßgebend sind wohl 2 Gründe, einmal der weitere Schulweg und zum anderen die Frage, was aus dem immerhin gut erhaltenen Schulhaus werden soll. Der Plan konnte also nicht durchgeführt werden, und Nienbüttel baut ein neues Schulhaus für sich allein.
Im Februar übernahm Frau Büchner, Gribbohm, den Englischunterricht. 
Zu Ostern wurden Hans Georg Schmidtke und Hannelore Maschke aus der Schule entlassen. Am 7.4.54 schloß das Schuljahr.
 
 
Schuljahr 1954/55  
 
Sommerhalbjahr 1954
 
Am 21.4.begann des neue Schuljahr. Neu eingeschult wurden: Hans Hermann Bor und Margrlt Brunn, Dietmar Maschke schied aus für den Aufbauzug Schenefeld. 
 
Die Schülerzahl beträgt 33. Aufgegliedert ergibt sich folgendes Bild:
Einheimische  : 12 Knaben, 10 Mädchen, Summe:  22 
Flüchtlinge   :  6 Knaben,  5 Mädchen, Summe:  11
Summe : 18 Knaben, 15 Mädchen, Summe:  33.
 
Im Mai begannen größere Reparaturarbeiten. Die Südseite des Hauses wurde vollkommen neu eingedeckt. außerdem wurden die Dachrinnen vollkommen erneuert und die Pumpe neu eingebohrt und frostfrei gemacht.
Am 28. u. 29. Mai feierte die Schule in der üblichen Form das Kinderfest.
 
Am 29. Juni machten die Kinder mit ihren Eltern einen Ausflug nach Hamburg. Derselbe fand großen Anklang, besichtigt wurden Elbtunnel, Hafen, Flugplatz Fuhlsbüttel und Hagenbeks Tierpark. Leider war das Wetter sehr ungünstig.
 
Am 1. Oktober schloß das Sommerhalbjähr, der Schulbesuch war regelmäßig.
 
 
Winterhalbjahr 1954/55. 
 
Die Schülerzahl blieb unverändert.
 
Am 1. November trat Herr Schulrat Thal in den Ruhestand, zu seinem Nachfolger wurde Herr Rektor Wriedt, Rendsburg ernannt. Im Dezember feierte die Schule in der üblichen Form ihre Adventsfeier. Im Mittelpunkt stand ein Märchenspiel, das von Liedern und Gedichten umrahmt wurde.
 
Der Winter war ziemlich streng und lang., vor allem brachte er sehr viel Schnee. Die Arbeiten an den Straßen mußten eingestellt werden, sie sollen nach Ostern beendet werden. Dann sind beide Hauptfeldwege nach dem Blocksberg für größere Lastfuhrwerke befahrbar. Auch die Dorfsträße hat im Herbst eine Teerdecke erhalten.
 
Im Monat Februar wurde der Schulbesuch durch einsetzende Krankheitsfälle unregelmäßig. Vom 22.- 26.Februar mußte die Schule wegen Grippe geschlossen werden.
 
Am 19. März wurden Manfred Zablocki, Egon Stecker und Marta Pfau aus der Schule entlassen. Am 31. März schloß das Schuljahr 1954-55.
 
 
Sommerhalbjahr 1955
 
Am 14. April begann das neue Schuljahr. Eingeschult wurden 2 Knaben, Thies Hebbein und Max Jürgen Boe. Die Schülerzahl beträgt 32.
 
Aufgegliedert ergibt sich folgendes Bild: 
Einheimische  : 14 Knaben, 10 Mädchen, Summe:  24
Flüchtlinge   :  4 Knaben,  4 Mädchen, Summe:   8 
Summe : 18 Knaben, 14 Mädchen, Summe:  32.
 
Am 3 . u. 4. Juni feierte die Schule ihr ortsübliches Kinderfest. 
 
Am 21. Juni machte die Schule ihren Sommerausflug. In diesem Jahr ging es nach dem Norden unserer Heimat. Über Schleswig ging es nach Flensburg und Glücksbürg. Nach kurzem Aufenthalt auf dem Scheersberg und in Kappein ging es über Eckernförde nach Hause zurück.
 
Am 30. September schloß das Sommerhalbjähr. Der Schulbesuch war sehr regelmäßig.
 
 
Winterhalbjahr 1955
 
Die Schülerzahl änderte sich nicht.
 
Am 20.12. feierte die Schule ihr Vorweihnachtsfest . Unter Beteiligung fast des ganzen Dorfes wurden Lieder gesungen, Gedichte vorgetragen und kleine Spiele aufgeführt.
 
Der Vorwinter blieb ziemlich mild, Ende Januar setzte starke Kälte ein, die sich den ganzen Februar über hielt.
An Kartoffel- u. Rübenmieten entstanden größere Schäden, auch verschiedene Wasserleitungen und Pumpen froren ein. Die Tierwelt hatte besonders stark unter der Kälte zu leiden. Trotz des ungünstigen Wetters blieb der Schulbesuch ziemlich regelmäßig. 
 
Am 17.3.56 wurden Hans Jakob Hebbeln, Wilfried Gruel, Manfred Kruse, Gerd Friedrich Buthmann und Lotte Wieck nach Beendigung ihrer Schulzeit entlassen; Margret Struve, Liselotte Hebbein und Antje Struve besuchen ab Ostern den Aufbauzug in Schenefeld. Am 23.3.56 schloß das Schuljahr 1955/56.
 
 
Sommerhalbjahr 1956
 
Am 6. April begann das neue Schuljahr. Eingeschult wurden 2 Mädchen Rosemarie Starck und Traute Behrens. Die Schülerzahl beträgt 26. Aufgegliedert ergibt sich folgendes Bild: 
Einheimische:  11 Knaben,  9 Mädchen, Summe: 20 
Flüchtlinge:   3 Knaben,  3 Mädchen,
Summe:  6 Summe ;  14 Knaben, 12 Mädchen, Summe  26.
 
Es trat mit Beginn des Schuljahres eine Änderung im Englischunterricht ein. Da recht häufig Kinder der hiesigen Schule in den Aufbauzug Schenefeld eintreten, erklärte sich die Schule Schenefeld bereit, den Englischunterricht für die Schule zu übernehmen. Mit Einverständnis der Eltern und nach Erteilung der Genehmigung durch das Schulamt, nehmen die Kinder am Englischunterricht der Schule Schenefeld teil.
 
Am 26. Mai feierte die Schule unter reger Beteiligung des Dorfes in altgewohnter Weise ihr Schulfest. Am 29. Juni unternahm die Schule ihren Sommerausflug. In diesem Jahr ging es an die Ostsee und in die Ostholsteinische Schweiz. 
 
Am 28. Sept. schloß das Sommerhalbjähr. Der Schulbesuch war sehr regelmäßig.
 
 
Winterhalbjahr 1956/57
 
Die Schülerzahl blieb unverändert.
 
Am 21.12.beging die Schule in ortsüblicher Weise mit Liedern, Gedichten und kleineren Spielen ihre Vorweihnachtsfeier. Der Winter zeigte sich in diesem Jahr von der mildesten Seite, vor allem der Februar war nun mehrere Grade zu warm.
 
Ende Februar erhielt die Schule neue Möbel, der Zeit entsprechend wurden Tische und Stühle angeschafft . Die Rechnung lautete. 16 Tische 956,80 DM, 32 Stühle von Größe I bis IV 534,20 DM, 1 Lehrerschreibtisch 140.- DM, 1 Sessel 32,50 DM, 1 Schrank 200.-DM und 1 Papierkästen 15,35, Gesamtsumme; 1985,85 DM.
 
Der Schulbesuch hatte mehrfach durch länger anhaltende Krankheiten zu leiden, so traten u. a. einzelne Typhusfälle auf, die Schule brauchte nicht geschlossen zu werden.
 
Am 16, März wurde Hans Heinrich Dammann aus der Schule entlassen. Mit Ende des Schuljahres verlassen uns Heike Starck und Renate Lindemann ( Aufbauzug Schenefeld ), sowie Christine Pahlke ( Mittelschule Itzehoe ) Am 10.4.57 schloß das Schuljahr 1956/57.
 
 
Sommerhalbjahr 1957
 
Am 24. April begann das neue Schuljahr. Eingeschult wurden Otto Behrens, Klaus Heinrich Boe, Klaus Friedrich Heesch, Harald Holmer, Hans Uwe Reese, Karin Bruhn und Annegret Wilhelm. Die Schülerzahl beträgt 29.
Aufgegliedert ergibt sich folgendes Bild:
Einheimische : 15 Knaben,  9 Mädchen, Summe  24
Vertriebene :  3 Knaben,  2 Mädchen, Summe   5
Summe : 18 Knaben, 11 Mädchen, Summe  29
 
Am 31. Mai u. 1. Juni feierte die Schule in althergebrachter Weise ihr Kinderfest. Am 26. Juni besuchte Herr Schulrat Wriedt, Rendsburg, die Schule.
 
Am 29. August fand eine Fahrt in die Lüneburger Heide statt. Besucht wurden vor allem Undeloh und von dort aus in einem Fußmarsch der Wilseder Berg. Trotz des nicht gerade günstigen Wetters kehrten alle hochbefriedigt am späten Abend zurück.
 
Am 4.10. schloß das Sommerhalbjahr, der Schulbesuch war regelmäßig.
 
 
Winterhalbjahr 1957/58
 
Nach den Herbstferien wurde ein Knabe neu eingeschult, die Schülerzahl stieg auf 30.
 
Im November trat die Grippe sehr stark auf, der Schulbesuch wurde sehr unregelmäßig, vor allem im 3.-6. Schuljahr. Die Lücken wurden so groß, daß die Schule vom 28,11 bis 3.12.geschlossen werden mußte. Eine unangenehme Begleiterscheinung war, daß die schon angefangenen Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier eingestellt werden mußten, so daß die Feier nicht durchgeführt werden konnte. Im neuen Jahr ließen die Krankheitserscheinungen nach, der Schulbesuch war bis Ostern regelmäßig.
 
Am 16. März wurden Wilfried Kühl,, Erwin Pfau, Christa Schmidtke und Gundula Hilliger aus der Schule entlassen. Mit Ende des Schuljahres verläßt uns Edith Hebbein, sie besucht ab Ostern den Aufbauzug in Schenefeld, Am  ?   März schloß das Schuljahr 57/53.
 
 
Sommerhalbjahr 1958.
 
Am 11. April begann das neue Schuljahr. Eingeschult wurden Eggert Behrens, Marita Pahl, Irene Starek, Magdalene Wiebers und Renate Podzklewltz. Die Schülerzahl beträgt 30
Aufgegliedert ergibt sich folgendes Bild: 
Einheimische  :  17 Knaben,  11 Mädchen, Summe  28 
Vertriebene   :   1 Knabe,    1 Mädchen, Summe   2 
Summe        :  18 Knaben,  12 Mädchen, Summe  30
 
Am 15. u. 17. Mai feierte die Schule in gewohnter Weise mit Spiel und Tanz unter reger Beteiligung der Dorfbewohner ihr diesjähriges Kinderfest.
 
Am 20. Juni unternahm die Schule in Begleitung vieler Eltern eine Busfahrt nach Westensee, Kiel und Laboe. Vor allem die Rathausbesichtigung In Kiel sowie das Marineehrenmal in Laboe fand lebhaftes Interesse. Der Schulbesuch war während des Sommerhalbjahres sehr regelmäßig.
 
 
Winterhalbjahr 1958/59
 
Im Oktober begann der schon seit Jahren geplante Umbau der Schule. Neu aufgeführt wurde erst einmal der neugeplante Anbau im Westen des Schulgeländes. In diesem Neubau kommen modern eingerichtete Toiletten sowie eine Duschanlage hinein. Im nächsten Frühjahr soll der weitere Ausbau, sowie ein Urnbau Innerhalb der Dienstwohnung stattfinden.
 
Am 20 . Dezember fand In gewohnter Weise eine Vorweihnachtsfeier statt.
 
Im Januar war der Besuch der Schule sehr unregelmäßig. Es herrschten die Hasern, von der besonders die Oberstufe betroffen war: so daß auf dieser Stufe der Unterricht vom 15.-23. Januar ausgesetzt werden mußte. Anfang Februar war der Schulbetrieb in den ersten vier Schuljahren sehr unregelmäßig, eine Schließung erfolgte nicht.
 
Am 14. März wurde nur 1 Kind, Klaus Peter Heinsen, aus der Schule entlassen.
 
Mit Ende des Schuljahres verlassen uns Anne Catrin Hauschild und Hans Dieter Holmer, sie besuchen ab Ostern den Aufbauszug In Schenefeld. 
 
Am 24.3.59 schloß das Schuljahr 58/59."