Schulchronik von Agethorst 1959 - 1965

Das Kapitel wurde  verfasst  von dem  Lehrer Johannes Kirchmann.

Sommerhalbjahr 1959
 
"Am 8.4.59 begann das neue Schuljahr. Eingeschult wurden: Reiner Heesch, Friedrich Heinsen, Gertrude Starek, Karin Boe und Inka Meier. Die Schülerzahl beträgt 30, 18 Knaben und 12 Mädchen. 
 
Am 22. u. 23. Mai feierte die Schule ihr Kinderfest.
 
Am 3. 9. 59 unternahm die Schule einen Ausflug nach Hamburg. Besichtigt wurden bei schönstem Wetter der Freihafen, der Eibtunnel, der Flugplatz in Fuhlsbüttel und Hagenbecks Tierpark. Hochbefriedigt kehrten Eltern und Schüler abends zurück. Bedingt durch den Umbau wurde der Unterricht mitunter sehr empfindlich gestört, vor allem in den Wochen zwischen den Pfingst- und Sommerferien. 
 
Nach Ende der Sommerferien war der Schulbesuch sehr regelmäßig. Am 1.10. schloß das Sommerhalbjahr.

Nach den Osterferien 1959 wurde der Umbau des Schulhauses fortgesetzt. Die Hauptarbeiten fanden während der Sommerferien statt. Die Arbeiten brachten viel Unruhe und Schmutz in der Dienstwohnung mit sich. In der Küche, auf dem Flur und einigen Zimmern mußte der Fußboden aufgeschlagen werden, um die notwendigen Rohrleitungen zu verlegen. 
 
Die Hauptarbeiten wurden von der Firma Witt, Schenefeld, ausgeführt. Heizungs- und sanitäre Anlagen die Firma Loock, Schenefeld, elektrische Anlagen die Firma Sommer, Schenefeld aus. Die Malerarbeiten führte der Malermeister W. Struve, Schenefeld, aus. Die finanzielle Angelegenheit hat

folgendes Bild:

1. Maurer-, Zimmer- und Tischlerarbeiten: Firma H. Witt  22486,11 DM
2. Sanitär und Heizungsanlagen:  Firma  Fritz Look   13794 .47
3. Elektrische Anlagen: Firma Sommer 1380,17 DM 
4. Maler -und Glaserarbeiten: Firma W. Struve  2658.96 DM
Zusammen:  40299,71 DM
 
An Zuschüssen wurden für die Jahre 58 und 59 gezahlt:
Kreis 58 : 3000.- DM; 59: 2000 DM = 5000.- DM 
Land  58 : 4830.- DM; 59; 430O DM = 9130.- DM
Zus. 14130.- DM
 
Bisher geleistete Zahlungen an 
Fa. Hinrich Witt  20644.-  DM
Fa. Fritz Look  12800.-  DM
Fa. Sommer  1351.47 DM
Fa. Wilhelm Struve 2000.-  DM
Zusammen  36795.47 DM
 
Noch zu zahlen an:
Fa. Hinrich Witt  1842.11 DM
Fa.  Fritz Look  994.47 DM
Fa. Sommer  28.70 DM
Fa. Struve  638.96 DM
5504.24 DM
40299,71 DM
 
An Zuschüssen bzw. Darlehen wurden bisher gezahlt: 
Antrag 1958:
Kreis 3000.- DM, Land 4830.- DM    7830.- DM 
Antrag 1959: Kreis 2000.- DM
Zusammen  9830.- DM
 
An Zuschüssen bzw. Darlehen werden noch bezahlt: 
Antrag 1959:
Land 4300.- DM
Zusammen 14130.- DM
Aufgestellt:
Rendsburg, den 5. Oktober 1959
Kreisbauamt
Eingang 7.11.59 Baumeister (Schütze).
 
Winterhalbjahr 1959/60
 
Die Schülerzahl betrug 30.
 
Am 21. Dezember fand in gewohnter Weise  mit Lied, Gedicht und Spiel die Vorweihnachtsfeier statt, an der sich fast das ganze Dorf beteiligte.
 
Der Schulbesuch war im Winterhalbjahr sehr regelmäßig. Am 16. März wurde Herbert Buthmann und Karl- Heinz Wiebers nach Beendigung ihrer Schulpflicht aus der Schule entlassen. Am 7. April 1960 schloß das Schuljahr. Hans Hermann Boe besucht nach den Osterferien den Aufbauzug Schenefeld.
 
Sommerhalbjahr 1960
 
Am 22. April begann das neue Schuljahr. Neu eingeschult wurden: Heino Lagerpusch, Heinke Nubbemeierr Rita Hebbein und Dörte Boeck. Die Schülerzahl beträgt 31, es sind 16 Knaben und 15 Mädchen.
 
Am 24. u. 25. Mai feierte die Schule ihr Kinderfest. Trotz recht schlechtem Wetters konnten die Spiele durchgeführt werden.
 
Am 21. 6, unternahm die Schule ihren ganztägigen Ausflug nach Schleswig, Eckernförde und den Hüttener Bergen.
 
Am 27. 6. beteiligte sich die Schule an den Bundesjugendspielen in Wacken. Sie erhielt eine Urkunde für den Sieg im Fußball , in der Staffel und 2. Sieg im Leistungsdurchschnitt aller Teilnehmer an dem Dreikampf. Als Gruppensieger der ein- u. zweiklasslgen Schulen (3:1 gegen Spann-Beldorf und 1:0 gegen Haale- Behringstedt) nahm die kombinierte Fußballmannschaft Agethorst-Nienbüttel an den Endkämpfen auf dem Kreissportfest am 14.9. in Rendsburg teil. Durch Siege über Böken (4:0) und Krummwisch (3:2) wurde der 1. Platz erreicht.
 
Der Schulbesuch war in den beiden ersten Schuljahren wegen Keuchhusten und Masern zwischen Pfingst- und Sommerferien recht unregelmäßig. Am 30.09.60 schloß das Sommerhalbjahr.
 
Winterhalbjahr 1960/61
 
Am 11.Okt. begann das Winterhalbjahr. FamIlie Behrens ist nach Schenefeld verzogen, die Schülerzahl beträgt jetzt 28, 14 Knaben u. 14 Mädchen, 
 
Am 21.12.feierte die Schule mit Gesang und Spiel in gewohnter Welse das Vorweihnachtsfest.
 
Der Schulbesuch war wärend des Winterhalbjahres sehr regelmäßig. Am 15. März wurden Johannes Wilhelm, Bernd Bruhn, Alwin Pfau und Hella Hebbein nach Beendigung ihrer Schulpflicht aus der Schule entlassen. Am 23. März schloß das Schuljahr 1960-61. Thies Hebbein und Max Jürgen Boe besuchen mit Beginn des neuen Schuljahres den Aufbauzug In Schenefeld.
 
Sommerhalbjahr 1961
 
Am 6. April begann das neue Schuljahr. Eingeschult wurden Elke Bull, Ellen Buthmann, Irmtraud Hausschild, Jochen Boe und Horst Holmer. Die Schülerzahl beträgt 27. Zum erstenmal während meiner Tätigkeit an dieser Schule seit 1945 ist die Zahl der Mädchen größer als die der Knaben. Es sind 11 Knaben und 16 Mädchen. 
 
Am 3. u. 4. Juni feierte die Schule in gewohnter Weise ihr Kinderfest.
 
Zwischen Pfingsten-und Sommerferien war der Schulbesuch vor allem auf der Oberstufe durch Krankheit bedingt recht unregelmäßig. 
 
Am 5. 9. unternahm die Schule eine Tagesfahrt nach Brunsbüttelkoog, Meldorf und Nordstrand. Vor allem die Schleusenanlagen In Brunsbüttelkoog und das Landesmuseum in Meldorf erweckten ein reges Interesse. 
 
Am 28.9 schloß das Sommerhalbjahr.
 
Winterhalbjahr 1961/62
 
Am 21. Dezember feierte die Schule in gewohnter Weise mit Lied und Spiel ihre Vorweihnachtsfeier.
 
Anfang Januar machte sich bei mir meine Schilddrüsenerkrankung so stark bemerkbar, daß ich mich  zu einer dringend notwendigen Operation entschließen mußte. Am 5. 2. ging ich deshalb ins Krankenhaus nach Glückstadt. Ende Februar konnte ich nach erfolgreicher Operation wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. An eine Aufnahme des Unterrichtes war aber vor Beginn der Ferien nicht zu denken. Während meiner Krankheit besuchten die oberen Jahrgänge die Schule in Nienbüttel, die ersten vier Schuljahre erhielten tagl ich 2 Stunden Vertretungsunterricht durch Hauptlehrer Harder, Wacken.
 
Am 16. März wurden Klaus Eggert Hebbein und Horst Buthmann aus der Schule entlassen. Die Schülerin Magrit Bruhn besucht das 9. Schuljahr in Schenefeld, die Schülerin Rosemarie Starck ab Ostern der Aufbauzug Schenefeld. Das Schuljahr schloß am  17. März 1962.
 
Sommerhalbjahr 1962
 
Mit Beginn des neuen Schuljahres am 2. April konnte ich den Unterricht wieder aufnehmen. Neu eingeschult wurden: Klaus Pahl, Gudrun Köster und Christa Heesch. Die Schülerzahl beträgt 26, es sind 10 Knaben und 16 Mädchen.
 
Am 25. u. 26. Mai feierte die Schule in gewohnter Weise mit Spiel und Tanz ihr Kinderfest. Am 26. Juni unternahm die Schule in Begleitung vieler Eltern einen Ausflug nach Flensburg-Glücksburg-KappeIn.
 
Am 2. Juli fanden bei sehr schlechtem Wetter die Bundesjugendspiele in Gribbohm statt. Es nahmen nur 9 Kinder daran teil5 da die Schule kein 7., 8. und 9. Schuljahr besitzt.
 
Der Schulbesuch war regelmäßig. Am 27.09.62 schloß das Sommerhalbjähr.
 
Winterhalbjahr 1962/63.
 
Am 20 Dezember fand in altgewohnter Weise die Vorweihnachtsfeier statt, an der sich fast das ganze Dorf beteiligte. Der Schulbesuch war mit einigen Ausnahmen, Grippe usw. recht regelmäßig.
 
Der Winter setzte schon vor Weihnachten ein und dauerte ohne Unterbrechung bis Mitte März. Seit dem strengen Winter 46 n. 47 war der Kanal wieder einmal zugefroren, sodaß die Schiffahrt fast ganz.
 
Am 30. März 63 schloß das Winterhalbjahr. Aus der Schule wurde kein Kind entlassen. Klaus Heesch und Harald Holmer besuchen ab Ostern den Aufbauzug Schenefeld.
 
Sommerhalbjahr 1963
 
Am 17. April begann das neue Schuljahr. Neu eingeschult wurden: Ernst Hermann Hauschild, Herbert Meier und Arno Lagerpusch. Die Schülerzahl beträgt ab Ostern 27, es sind 11 Knaben und 16 Mädchen.
 
Am 21. u. 22. Mai feierte die Schule In gewohnter Weise mit Spiel und Tanz ihr Kinderfest.
 
Am 27. Juni unternahm die Schule bei schönstem Wetter eine Fahrt nach Segeberg (Höhlen), Scharbeutz und der Ostholsteinischen Schweiz. Besonders begeisterten der Ostseestrand und die 5 Seen-Fahrt von Malente nach Plön.
 
Am 30, August fanden in Wacken die Sommerspiele statt. Das Wetter war nicht günstig. Es nahmen 4 Knaben und 8 Mädchen daran teil. 
 
Der Schulbesuch war regelmäßig. Am 28.9.63 schloß das Schuljahr.
 
Winterhalbjahr 1963/64 
 
Die Schülerzahl änderte sich nicht.
 
Am 20. Dezember feierte die Schule unter Beteiligung des ganzen Dorfes Ihr Vorweihnachtsfest.
 
Der Schulbesuch war während der Wintermonate recht regelmäßig. Im Februar wurde durch das Kreisgesundheitsamt die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung durchgeführt. Reichlich 50% der Dorfeinwohner haben sich beteiligt.
 
Der Winter erreichte nicht die Kältegrade des vorangegangenen Jahres, hielt aber auch recht lange an.
 
Am 21, März schloß das Schuljahr 1963/64. Auch in diesem Jahr wurde kein Kind aus der Schule entlassen. Die Schülerin Marita Pahl besucht ab Ostern den Aufbauzug in Schenefeld.
 
Sommerhalbjahr 1964
 
Am  6 April begann das Schuljahr 1964. eingeschult wurde nur ein Kind, Gerd Timm. Die Schülerzahl beträgt wie im Vorjahr 27, nämlich 12 Knaben und 15 Mädchen.
 
Am 24.5. wurde ich mit einer schweren Nierenentzündung ins Krankenhaus Itzehoe eingeliefert. Daher mußte von den Pfingst- bis zu den Sommerferien der Unterricht vertretungsweise durchgeführt werden. Das 5.-6 Schuljahr wurde in diesen Wochen nach Nienbüttel eingeschult, das 1.-4. Schuljahr erhielt täglich 2-3 Stunden Unterricht durch Lehrkräfte aus Schenefeld. Nach den Sommerferien konnte ich den Unterricht wieder aufnehmen.
 
Das Kinderfest mußte wegen meiner Krankheit verschoben werden und wurde am 29.8. durchgeführt. Am 8. September wurde der Tagesausflug ausgeführt. Es ging in diesem Jahr nach Schulau-Hamburg-Geesthacht- Lauenburg und Friedrichsruh.
 
Am 25. 9 schloß das Sommerhalbjahr. Der Schulbesuch war sehr regelmäßig.
 
Winterhalbjahr 1964/65


Die Schülerzahl änderte sich nicht. 
 
In diesem Herbst werden zahlreiche Wegebauten in der Gemeinde ausgeführt. folgende Straßen werden mit einer Teerdecke versehen: Weg Aukamp - Blocksberg, Dorfstraße, Schmiede bis Grabbe, Weg bis Hungerkamp, Weg Osterbeck bis Lattenbek und Weg Burenbrook bis Lattenbek.
 
Am 18.12.64 feierte die Schule in altgewohnter Form ihre Vorweihnachtsfeier.
 
Das Schuljahr schloß am 20.3. 65. Auch in diesem Jahr wurden keine Kinder entlassen. Fritz Heinsen, Reiner Heesch und Gertraude Starek besuchen ab 1. April den Aufbauzug in Schenefeld.
 
Am 20. 3. wurde ich durch Herrn Schulrat Clausen im Beisein der Gemeindevertretung, des Elternbeirates, der Kolleginnen u. Kollegen der Konferenzen Wacken und Schenefeld sowie der Kinder aus dem Schuldienst verabschiedet, da ich wegen Erreichung der Altersgrenze am 1.4. 65 in den Ruhestand trete. Ich bin meiner Nachfolgerin, Frau Biesterfeld, sehr dankbar, daß sie mit viel Liebe und großem Fleiß die Ausgestaltung dieser Abschiedsstunde übernommen hatte.